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Marsanne

Seit dem 19. Jahrhundert wird diese weisse Rebsorte im Wallis angebaut. Ihren Ursprung hat sie im Norden des Rhonetals in Frankreich, wo sie in der renommierten Appellation Hermitage, woher sie ihren Namen hat, wahre Wunder bewirkt. Im Wallis ist sie auch unter dem Namen «Ermitage» bekannt.

Sie gehört zu den späten Rebsorten, die einen hohen Ertrag ermöglichen und wird im Wallis auf den wärmsten Parzellen angebaut. So kann sie ihre Aromenvielfalt, wozu Geissblatt und Mandeln gehören, und ihre geschmeidige Textur entwickeln.

Wenn es das Wetter zulässt, ernten einige Winzer die Marsanne-Trauben erst spät, um Noten von Himbeergeist, Honig und Trüffel zu bekommen. Mit einem mittleren Säuregehalt, einem relativ hohen Alkoholgehalt und einer guten Struktur entstehen aus der Marsanne-Traube Weine mit reicher Textur. Im Rhonetal werden oft Weine zusammen mit der Rebsorte Roussanne produziert, die Frische und Fruchtigkeit beiträgt. Dank dem Klima im Wallis kann die Marsanne-Traube gut für sich alleine stehen, denn sie bringt genügend Frische mit, um ausgewogene, durch ihr Terroir geprägte Weine anbieten zu können.

Trinkreife: Ganz nach Ihrem Wunsch: jetzt oder später. Die Struktur und der hohe Alkoholgehalt machen aus dieser Rebsorte den idealen Kandidaten für eine Lagerung. Spitzenprodukte entwickeln dabei erdige, caramelige Noten sowie kandierte Frucht- und Pilznoten.

Serviervorschlag: Als trockener Marsanne passt er hervorragend zu Morchelgerichten, Lachs-Steaks und Hartkäse. Als Süsswein ist er perfekt zu gebratener Gänseleber oder einem Dessert wie Cheescake, das Delikatesse und Frische vereint.
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